• Ann-Kathrin

Vegan & Glutenfrei

Mehr als nur ein Lifestyle

















Von Zoe‘s Allergie habe ich ja schon berichtet. Da aber immer häufiger die Frage nach meinen Allergien kam, möchte ich in diesem Beitrag etwas näher darauf eingehen.


Es fing vor ca 9 Jahren an. Begonnen hat alles mit Zöliakie, einer Autoimmunerkrankung die durch Gluten ausgelöst wird und zu einer Immunreaktion im Darm führt. Festgestellt wurde es damals über eine Magen- Darmspiegelung. Damals war es noch gar nicht so einfach an glutenfreien Produkte zu kommen. Es gab kaum Hersteller und außer bei DM & in der Apotheke waren sie nirgends zu finden. Heute sieht das ganze zum Glück anders aus und die Auswahl wird immer größer, sodass es sich nicht mehr wie ein Verzicht anfühlt.


Ziemlich genau ein Jahr später ging das gleiche von vorne los. Die Ärzte sagten mir damals schon: Wer Zöliakie hat, bekommt meistens auch eine Laktoseintoleranz. Also probierte ich es mit Lactose freien Produkten aus, doch die Schmerzen blieben. Die Schmerzen wurden bei mir sogar so stark, dass ich Tage lang in Schneckenposition lag und mir die Tränen herunter liefen ohne das ich irgendetwas dagegen tun konnte. Essen machte nicht nur kein Spaß mehr, sondern ich wurde richtig vorsichtig. Eigentlich hatte ich Angst überhaupt irgendwas zu essen, um nicht wieder so starke Schmerzen zu bekommen. Es blieb mir also nichts anderes übrig als noch einmal zum Arzt zu gehen. Die Diagnose schockte mich ! Ich bin allergisch gegen alle tierischen Eiweiße ! Auf gut deutsch bedeutet das, ich muss mich vegan ernähren. Vegan & Glutenfrei !


Eine Challenge für mich, denn ich wusste eigentlich gar nicht mehr was ich überhaupt noch essen durfte. Denn nicht alles was Glutenfrei ist, ist gleichzeitig vegan und andersrum. Zu dieser Zeit wurde „vegan sein“ noch belächelt und verpönt. Lebensmittel habe ich im Internet oder vereinzelt im Bioladen gefunden. Die Auswahl war sehr gering, was dazu führte, dass ich mich sehr einseitig und langweilig ernährt habe.


Der Vegane Boom war meine Rettung. Auf einmal kamen immer mehr Produkte in die Supermärkte, noch mehr in Bioläden und im Internet fand man plötzlich eine Vielzahl davon. Erste kleine Supermärkte extra für glutenfreie und vegane Produkte öffneten, hielten sich aber nicht lange.


Heute fast 9 Jahre später, habe ich mich nicht nur dran gewöhnt, sondern es macht wieder Spaß zu essen, verschiedene Rezepte auszuprobieren und auf fast nichts mehr zu verzichten. Keine einseitige Küche mehr ! Stattdessen gibt es Tomate „mozarrela“, „Fetakäse“ im Salat, „Bratwurst“ auf dem Grill, dem „Petti“ auf dem Burger, die Scheibe „Wurst“ auf dem Brot, dem „Hühnchen“ im Wrap, Lasagne und so viel mehr :)


Heute bin ich sogar froh, dass ich mich vegan ernähren MUSS. Ich weiß nicht, ob ich es könnte, wenn ich alles essen dürfte. Aber ich möchte meine Freunde nicht essen ! Ich finde es ganz furchtbar, wie die Tiere gehalten und transportiert werden, um für 1€ in der TK Abteilung zu landen. Das Hühner kein Tageslicht sehen dürfen damit wir unser Frühstücksei haben, die Kälber ohne ihre Mutter aufwachsen, damit mehr Milch verarbeitet werden kann, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Ich habe grundsätzlich gar nichts dagegen, wenn einer Fleisch isst, aber warum ist man dann nicht auch bereit einen vernünftigen Preis dafür zu bezahlen, damit es auch den Tieren gut gehen kann? Warum muss jeden Tag Fleisch auf dem Teller liegen? Wieso nicht wie früher 1 oder 2 mal die Woche und dafür aber richtig gutes Fleisch von Tieren die nicht mit Antibiotica vollgepumpt wurden und ein glückliches Leben leben dürfen? Ich würde mir wünschen, dass die Leute bewusster werden und für das Tierwohl auch bereit sind mehr zu bezahlen, wenn man nicht auf Fleisch verzichten möchte.


Zoe wird dadurch zwar nicht zur Veganerin aber ich achte bei ihrem Fleisch immer darauf, dass es Biofleisch ist und regional geschlachtet wurde, um lange Transportwege zu vermeiden.

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