• Ann-Kathrin

Wie hast du es geschafft, dass Zoe nicht mehr jagen geht ?



Die mit Abstand meist gestellte Frage !

Ich habe sie als Anlass genommen, um diesen Beitrag zu schreiben und ausführlich auf die Frage einzugehen :)


Die Antwort ist simple: GAR NICHT !!!!


Zoe ist eine kleine Jägerin durch und durch ! In ihr schlägt ein Jägerherz ❤️ Sie würde nach wie vor jagen gehen, wenn ich nicht rechtzeitig reagiere.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich nie vor gehabt ihr den Jagdinstinkt auszutreiben. Aus dem ganz einfach Grund, weil es nicht geht ! Sie ist dafür gezüchtet, hat eine Aufgabe und eine Leidenschaft ! Mir war klar, dass es nur funktionieren kann, wenn ich ihr Alternativen biete und interessant bin. Von Anfang an habe ich großen Wert darauf gelegt eine wirklich enge Bindung aufzubauen. Der Grund lag nicht ansatzweise darin, dadurch besser trainieren zu können. Mir das zu Nutze zu machen, der Groschen ist viel später gefallen. 🤣 Außerdem habe ich sehr viel Zeit investiert, Zoe lesen zu lernen ! So habe ich 1-2 Sek. um zu reagieren, ansonsten lässt sie mich stehen. Das schafft man aber eben nicht, wenn man 2-3 x am Tag den Napf voll macht und die Zeit findet raus zu gehen, um pipi machen zu können, dabei dann aber mit anderen Dingen beschäftigt ist, weil der Tag nun mal nur 24h hat. 🤷🏻‍♀️Setzt euch Prioritäten ! Und beschäftigt euch mit eurer Fellnase. Egal wie !!! Wenn wir unterwegs sind beantworte ich keine Whats App Nachricht und nehme auch keinen Anruf entgegen ! Das einzige was ich unterwegs mit meinem Handy mache sind Fotos oder Videos von Zoe. Ansonsten gehört ihr die Zeit und der Spaziergang. Klar ich freue mich auch draußen an der frischen Luft zu sein und mich zu bewegen, aber in erster Linie sind wir für Zoe draußen. Von Anfang an habe ich versucht, den Spaziergang so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, ohne sie zu überfordern oder zu langweilen. Ich habe dabei mein Ziel immer vor Augen gehabt: ZOE SOLL FREI LAUFEN KÖNNEN.

Mit kleinen Schritten kam ich meinem Ziel immer näher, habe mich aber wirklich über jeden noch so kleinen Fortschritt gefreut. Wir haben schließlich keinen Zeitdruck oder müssen einen Wettbewerb gewinnen. 🤷🏻‍♀️Klar war aber auch, sie soll es mit Spaß und Freude lernen. Ein Miteinander statt Militärgehabe !

Als Welpe habe ich viele Grundkommandos, Gehorsamkeitsübungen und Tricks mit ihr gemacht. Habe dabei aber auch immer geschaut was sie mir von sich aus anbietet (das mache ich übrigens immer noch so!) Hatte ich das Gefühl sie hat Lust auf Tricks, war aber auf Gehorsamkeitsübungen eingestellt, haben wir eben Tricks gemacht. 🤷🏻‍♀ Hauptsache ich war interessanter, als all die Umwelteinflüsse um sie herum. 🤗Heute ist unser Repertoire an Beschäftigungsmöglichkeiten um ein Vielfaches gewachsen und es kommt auch jetzt immer noch was neues dazu.


* Suchspiele

* Dummyarbeit

* Tricks

* Gehorsamkeitsübungen

* Kommandos auf Entfernung

* Fährtenarbeit

* Ball spielen

* Reizangel

* Zerrgeln

* Blickkontakt Übungen


Das sind so unsere Standard Beschäftigungen unterwegs. Natürlich nicht alle auf einmal 😀!


Ebenso wichtig finde ich es aber, dass sie soziale Kontakte hat. Früher so wie heute ! Trainieren wir gerade eigentlich aber es kommt ein „Freund“ den Zoe toll findet. Mache ich die angefangene Übung zwar noch zu Ende (z.B. wenn ich den Dummy geworfen habe, dass sie ihn mir noch zurück bringt), lasse sie danach aber spielen ! Außerdem liebt Zoe es stöbern zu gehen. Das gönne ich ihr auch ABER sie muss abrufbar sein. Ignoriert sie mich mehrfach, wenn ich sie rufe, hole ich sie und das stöbern ist vorbei !🤷🏻‍♀️ Das soll auch gar nicht böse, gereizt oder gar aggressiv sein, einfach nur konsequent. 🙏🏼Ich rede ganz normal mit ihr weiter (!), erkläre es ihr als würde sie mich verstehen :D🤣🤣 früher konnte ich sie dadurch kaum stöbern lassen, weil sie es direkt ausgenutzt hat. Ich bin aber dran geblieben und heute können wir es gemeinsam stundenlang genießen 💕 sie hält immer wieder Blickkontakt und vergewissert sich, dass sie weiter stöbern kann.


Vor allem bin ich NIE nachtragend ! Zum einen versaut euch das den ganzen Spaziergang und zum anderen versteht es dein Hund eh nicht, warum du jetzt so komisch bis.


Ich vergleiche es immer gerne mit einem Abenteuerspielplatz, den wir gemeinsam erkunden und Spaß haben. Bei dem es aber eben auch Spielregeln gibt an die wir uns BEIDE halten müssen.☝🏻


Fazit: Beschäftigt euch mit eurer Fellnase, baut eine starke Bindung auf und seit immer interessanter als die ungeliebten Umwelteinflüsse. Ob es andere Hunde sind oder Wild, spielt dabei keine Rolle. Seit Konsequent, denn das gibt deiner Fellnase Sicherheit und sie weiß im Ernstfall kann ich mich auf Mommy/Daddy verlassen. Konsequenz ist absolut nichts negatives !!! Biete Alternativen, die der eigentlichen Aufgabe deines Hundes am nächsten kommt, achte darauf was deine Fellnase vielleicht schon von alleine anbietet und vor allem habt gemeinsam Spaß dabei ❤️

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